Geschichte der Praxis

Geschichte der Praxis

Die Praxis für Kardiologie am Wiener Platz besteht seit 1975.

Der Praxisgründer Dr. med. Otto Baldus studierte von 1961 bis 1965 an den Universitäten Köln, Marburg und Hamburg. Nach der Medizinalassistentenzeit legte er 1967 das Staatsexamen ab und promovierte zum Dr. med. an der Universität Hamburg. Nach der Ausbildung zum Arzt für Innere Medizin und Kardiologie ließ er sich 1975 als Facharzt für Innere Medizin – Kardiologie in Köln-Mülheim am Wiener Platz nieder (damals Genovevastraße). Die Praxis führte er seit 1978 zusammen mit Frau Dr. med. Dorothea Steffel (Fachärztin für Innere Medizin – Kardiologie, verstorben 2006) und seit 1993 mit Dr. med. Dr. rer. nat. Roland Klaer (Facharzt für Innere Medizin – Kardiologie). Im Jahre 2008 trat Priv.-Doz. Dr. med. Anselm Bäumer (Facharzt für Innere Medizin – Kardiologie und Pneumologie) in die Praxis ein.
Dr. Otto Baldus beendete seine Praxistätigkeit 2010. In seiner Nachfolge trat im Jahre 2011 Frau Dr. med. Fotini Dodos (Fachärztin für Innere Medizin – Kardiologie) in die Praxis ein. Das Ärzte-Team wurde seit 2014 durch Dr. med. Jan Sparwel (Facharzt für Innere Medizin – Kardiologie) verstärkt. 2020 schied Dr. med. Dr. rer. nat. Roland Klaer aus der Praxis aus und Dr. med. Jan Sparwel wurde Teilhaber. Seit 2020 wird das Ärzteteam durch Frau Dr. med. Anne-Kathrin Uschok (Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie) verstärkt.

Der Praxisgründer und „Alt-Mülheimer“ Dr. Otto Baldus beschreibt zu den Jahren der Erinnerung:

„Meine Kindheit und Schulzeit habe ich in Köln-Mülheim im Hause meiner Großeltern und Eltern verbracht. Mein Großvater Dr. Heinrich Oster war seit 1907 in Mülheim als Arzt tätig. Ich habe noch erlebt, wie er auf seinem Fahrrad durch Mülheim fuhr und Hausbesuche machte. Nach dem Krieg haben mein Vater Dr. Otto Baldus und meine Mutter Dr. Edith Baldus-Oster die Praxis meines Großvaters in der Elisabeth-Breuer-Straße 9 fortgeführt.
Seit meiner Niederlassung 1975 führte ich diese ärztliche Tradition fort. In dieser Praxis für Herz- und Kreislauferkrankungen war es nun möglich geworden, den Patienten in erreichbarer Nähe zu ihrem Wohnort eine sehr genaue Analyse ihrer Erkrankung anzubieten. Mich hat immer schon die technische Entwicklung der Untersuchungsmethoden und die Behandlungsmöglichkeiten der Kardiologie fasziniert. Meine Tätigkeit in der Praxis über 35 Jahre mit einer Vielzahl von Patienten bereitete mir immer viel Freude.“

Dr. med. Dr. rer. nat. Roland Klaer, Jahrgang 1952, war in der Praxis von 1993 bis Ende 2019 tätig.

Ursprünglich studierte ich ab 1971 an der Universität zu Köln Biologie mit dem Schwerpunkt Molekulargenetik, Abschluss mit Diplom 1978. Später promovierte ich mit einem molekularbiologischen Thema zum Dr. rer. nat. (1982).
Angeregt durch ein persönliches Erlebnis begann ich parallel dazu ab 1978 mit dem Studium der Humangenetik, ebenfalls in Köln. Im Jahre 1987 promovierte ich mit einer Arbeit über Streptokokken am Hygieneinstitut zum Dr. med.
Während des Studiums war ich besonders von der Kardiologie fasziniert und konnte nach dem Studium ab 1985 in der Klinik für Kardiologie der Universität zu Köln meine erste Stelle als Assistenzarzt zur Weiterbildung zum Internisten und zum Kardiologen antreten.
Seit 1993 führte ich die kardiologische Praxis am Wiener Platz zusammen mit Dr. Otto Baldus und Dr. Dorothea Steffel, später mit PD Dr. Bäumer, Dr. Fotini Dodos und Dr. Jan Sparwel.
Ich habe meine Entscheidung, mich der praktischen Seite der Medizin als niedergelassener Kardiologe zu widmen nie bereut. Diese Tätigkeit ist geprägt durch einen engen Umgang mit Patientinnen und Patienten und durch die vielfältigen Möglichkeiten, deren Krankheitsbilder durch konservative medikamentöse Methoden, durch Herzkatheteruntersuchungen, Interventionen und Operationen günstig zu beeinflussen oder zu beseitigen. Dabei lag es mir immer besonders am Herzen, einen menschlichen Kontakt mit den Patientinnen und Patienten aufzubauen und gleichzeitig mit den Mitteln der modernen kardiologischen Medizin ausgerichtet nach wissenschaftlichen Maßstäben aber auch unter Berücksichtigung der individuellen Gegebenheiten der Patientenseite die optimale, individuell gewählte Behandlungsmethode zu empfehlen und einzuleiten.
Ich bin dankbar dafür, dass mein Lebensweg mir die Möglichkeit gegeben hatte, am Wiener Platz eine solche Medizin zu realisieren und dies mit einem erfreulichen herzlichen Umgang innerhalb der Praxis mit allen Kolleginnen und Kollegen, ob Ärzte, Angestellte oder auch Hausärzte und den Kollegen aus der Uniklinik verbinden zu können. 
Nach meinem Abschied aus der Praxis im Januar 2020 habe ich sehr viele wunderbare Nachrichten und Wünsche bekommen, die mir zeigen, dass das, was ich mir vorgenommen hatte bei Vielen auch so angekommen ist – das hat mich sehr berührt und wird mich die kommenden Jahre mit einem wärmenden Gefühl weiter begleiten.